Die Schreibblockade & wie Ihr sie verhindert

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Das Abgabedatum steht kurz bevor, und plötzlich kommt sie: die Schreibblockade. Gerade jetzt, gerade da, wo ich sie am wenigsten gebrauchen kann. Aber wie ich mich auch anstrenge, es will einfach kein Wort aufs Papier… Doch gibt es sie wirklich?

Ich denke, dass Schreib-BLOCKADEN (wie wir sie theatralisch nennen) zwar existieren, aber definitiv auch als Ausrede genutzt werden… „Ich würde ja gerne schreiben, aber ich kann nichts machen, ich habe einfach gerade eine Schreibblockade!“ Ja, und jetzt? Das Abgabedatum ist immer noch fix, wir haben immer noch die gleiche Menge an Arbeit zu bewältigen, wir können uns eine Schreibblockade schlichtweg NICHT LEISTEN!

Die gute Nachricht ist: Es gibt Mittel und Wege, wie Ihr eine Schreibblockade vorbeugen könnt, um sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Diese Tipps haben sich über die Jahre bei mir persönlich bewährt, und gerade jetzt, wo ich meine Bachelorarbeit schreibe, haben sie nochmal eindeutig ihre Wirkung bewiesen.

Ablenkungen verbannen

Das A und O einer guten Schreibatmosphäre ist Ruhe. Deshalb könnt Ihr einer Schreibblockade gleich von Anfang an vorbeugen, indem Ihr Euren auserwählten Ort des Schreibens frei von allem macht, was euch ablenken könnte. Fängt beim Handy an (der reinste Unruhestifter, wenn man sich konzentrieren möchte), geht bei Schreibtisch aufräumen weiter und hört beim Internet auf. Wie Internet? Kommt schon, als würden wir nicht alle sofort der Versuchung nachgeben, sobald wir am PC sitzen erst mal unsere Online-Communities zu checken 😉

Wer während des Schreibens das Internet braucht, und sich trotzdem nicht ablenken lassen möchte, dem kann ich das kostenlose Browser-Plugin StayFocusd empfehlen. Es gibt euch die Möglichkeit, bestimmte URLs zu blockieren oder ein Limit zu setzen, wie viel Zeit ihr auf Facebook, YouTube, Promiflash und co. verbringen „dürft“ – quasi ein persönlicher In-den-Allerwertesten-Treter wenn wir mal wieder schwach werden und plötzlich Stunden damit verbracht haben, den Beziehungsstatus von Justin Bieber herauszufinden und jegliche abonnierten YouTube-Channels durchzusuchten 😉

Ordnung Inside Out

Ob es ein persönlicher Tick oder ein allgemeingültiger Grundsatz ist? Diese Frage lasse ich jetzt mal offen stehen…Mir geht jedenfalls kein strukturierter und sinnvoller Text von der Hand, wenn nicht um mich herum Ordnung herrscht. Tatsächlich nutze ich diese Tatsache nicht als unsinnige Ausrede, die Zeit, in der ich etwas Produktives schaffen sollte, mit Fenster putzen und Bad-Fliesen polieren zu verbringen. Ich brauche wirklich Ordnung in meinem Umfeld, um auch Ordnung in meine Gedanken zu bringen. An einem aufgeräumten Schreibtisch, wo alles seinen Platz hat, und auf einem Stuhl, auf dem nicht die Klamotten der letzten 2 Wochen rumliegen (Haben wir nicht alle DEN STUHL?) schreibt es sich einfacher, finde ich zumindest. Deshalb mein Tipp: Nehmt euch vor der Schreibarbeit 1 Stunde Zeit, in der ihr euer Umfeld in Ordnung bringt, und der Schreibblockade ist der Kampf angesagt!

Wer in einer WG wohnt weiß, dass die Aufteilung, wer wann wieviel und was putzt, nicht immer gerecht ist. Damit die ganze Arbeit nicht an Euch hängen bleibt, und Ihr Euch auf eure Aufgaben konzentrieren könnt, hilft es sehr, eine klare Aufgabenverteilung zu machen. Am besten natürlich ein Putzplan übernimmt diese Verantwortung 😉

Hier findet Ihr eine kostenlose Vorlage für einen Putzplan zum Download, für alle WG-Größen geeignet.

cta_putzplan

 

Klare Grenzen ziehen

Wenn die Schreibblockade sich dann doch irgendwie den Weg gebahnt hat, und Ihr an eurem Schreibtisch oder wo auch immer Ihr arbeitet sitzt, und einfach nichts mehr zu Papier bringt, hilft ein Tapetenwechsel. Eine klare Linie zwischen „Freizeit“ und „Arbeit“ zu ziehen hilft nicht nur beim Zeitplan, sondern auch in der Realität. Schafft Euch einen Arbeitsplatz, an dem Ihr arbeitet, den ihr aber auch bewusst verlassen könnt, wenn Ihr nicht mehr weiterkommt. Klar, auch ich habe diese Tage, an denen ich am liebsten nur im Bett bleiben will, mir dann gelegentlich meinen Laptop dazu hole, und etwas „arbeite“. Meistens ist das Ergebnis am Ende des Tages eher ernüchternd, meine Stimmung im Keller und mein Bett ein Ort, an dem Auszeit mit Arbeitszeit verschmolzen ist und ich nicht mehr richtig zur Ruhe komme, bis mir irgendwann die Augen zufallen bis ich morgens total gerädert aufwache. Nicht gerade die Vorstellung eines produktiven Tages.

Viel besser arbeitet es sich mit klarer Struktur. An den Schreibtisch setzen, arbeiten, und sich danach bewusst eine Auszeit nehmen, und den Raum verlassen. Wenn ich meinen inneren Schweinehund überwinden kann, nutze ich diese Zeit sogar für meine Fitness, um an der Alb (unser Fluss direkt vor der Haustür) entlang zu joggen und einfach ein bisschen frische Luft zu tanken.

Nach einer kurzen Auszeit (oder der Länge einer Folge der Lieblingsserie) kehrt ihr mit einem frischen Kopf, neuen Gedanken und mehr Motivation an den Schreibtisch zurück, und siehe da: Die Schreibblockade ist überwunden 🙂

Listen schreiben

Gerade in Zeiten, in denen es drunter und drüber zu gehen scheint, ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Eine Schreibblockade ist dann wirklich das Letzte, was wir gebrauchen können! Um das zu schaffen, mache ich mir gerne Listen. Und ja, die Mehrzahl stimmt: Ich mache VIELE Listen…

Für jeden „Lebensbereich“ gibt es eine eigene Ansammlung an To Do’s, die nacheinander abgearbeitet werden. So schafft man es, sich auch kleine Erfolgserlebnisse zu gönnen: Immer wenn etwas geschafft ist, kann der Punkt abgehakt werden. Ist das nicht ungemein motivierend für’s Ego? 😉

Ihr seht also, Schreibblockaden sind keine Riesen-Monster, gegen die wir machtlos sind! Befolgt Ihr diese einfachen Tipps, könnt Ihr es locker mit ihr aufnehmen und die Schreibblockade hat keine Chance Euch aufzuhalten!

Ihr wollt mehr nützliche Tools für euer Schreibprojekt kennenlernen, sei es Bachelor-, Master- oder Hausarbeit? Hier geht’s zu unseren Top 23 Tools, die euch bei der Texterstellung, Verwaltung von Quellen usw. unterstützen. Klickt euch rein!

By | 2017-05-19T11:08:12+00:00 7. Oktober 2016|Study|0 Comments

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